Vierter Deutscher Reha-Tag

"In Bayern gibt es ein flächendeckendes Netz von medizinischen, beruflichen und sozialen Rehabilitations-Einrichtungen. Die Vernetzung dieser Einrichtungen bedeutet eine Stärkung der Rehabilitation - diese gewinnt in einer immer älter werdenden Gesellschaft zunehmend an Bedeutung. Die Menschen müssen länger arbeiten und erwarten daher zu Recht leistungsfähige Reha-Strukturen, die sie dazu befähigen. Im Mittelpunkt muss dabei der Mensch als Ganzes stehen. Die Einrichtungen sollen vernetzt und arbeitsteilig mit all ihren Kompetenzen zusammenspielen." Darauf wies Bayerns Sozialministerin Christa Stewens heute anlässlich des vierten Deutschen Reha-Tags am kommenden Samstag, 22. September, hin. Der Reha-Tag steht in diesem Jahr unter dem Motto "REchtzeitig HAndeln - Reha vernetzt" und stellt die Kooperation der Einrichtungen in den Vordergrund.

Arbeitsteilung ist nach den Worten der Ministerin allerdings Voraussetzung für Spezialisierung und Qualität. Deshalb müsse auch an der "gegliederten Rehabilitation" festgehalten werden. Diese sieht vor, dass die jeweiligen Kostenträger - beispielsweise der Unfall- oder Rentenversicherung - für die von ihnen getragenen Maßnahmen die Verantwortung übernehmen. "Das Eigeninteresse der Kostenträger, dauerhafte Sozialleistungen durch eine hochwertige Rehabilitation zu vermeiden, kommt unmittelbar dem Patienten zugute. Der Reha-Tag mit der Vielzahl seiner Akteure zeigt, dass unser gegliedertes System anpassungsfähig ist. Vernetzung und Kooperation sind die Antwort auf erhöhte Anforderungen an die Rehabilitation", betonte die Ministerin.

Die Zusammenarbeit, sei es auf Ebene der Kostenträger, sei es auf der der Kliniken, verbinde Wirtschaftlichkeit und Wohl der Patientinnen und Patienten beispielhaft. Deshalb seien etwa die neuen Kooperationen der Rentenversicherung und ihrer Kliniken in Regionalverbünden bzw. an den einzelnen Reha-Standorten im Grundsatz zu begrüßen. Stewens: "Aus den Kooperationen darf aber kein Großkonzern entstehen. Dies wäre schon aus wettbewerblichen und föderalen Gründen nicht hinzunehmen. Damit würde das Ziel der Vernetzung ins Gegenteil verkehrt. Denn Synergien, beispielsweise durch gemeinsame Nutzung von medizinischem Gerät, könnten nur erreicht werden, wenn Motivation und Eigenverantwortung nicht verloren gehen."

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