Für den Fiskus

Die Rekordsumme von rund fünf Milliarden Euro werden die Krankenkassen im kommenden Jahr an Mehrwertsteuer für Medikamente bezahlen müssen. Dies ergibt sich aus der Prognose des Schätzerkreises beim Bundesversicherungsamt, der für 2009 Arzneimittelausgaben in Höhe von mehr als 31 Milliarden Euro erwartet. Für das laufende Jahr gehen die Schätzer von rund 29 Milliarden Euro aus; darin sind 4,6 Milliarden Euro Mehrwertsteuer enthalten.

Deutschland gehört zu den wenigen Ländern, die auf Medikamente den vollen Mehrwertsteuersatz erheben. In Staaten wie Frankreich, Italien, Spanien, Portugal, Luxemburg oder den Niederlanden gilt dagegen ein ermäßigter Satz. Würde auch Deutschland nur den ermäßigten Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent erheben, wie er hierzulande zum Beispiel für Bücher oder Schnittblumen gilt, müssten die Kassen im kommenden Jahr über drei Milliarden Euro weniger Steuern bezahlen. Dies entspricht 0,3 Beitragssatzpunkten in der gesetzlichen Krankenversicherung.

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